Der Kunstmarkt im Wandel: Vom Studenten Kunstmarkt zu institutionellen Marktteilnehmern
Der Studenten Kunstmarkt (SKM) hat sich zu einer der bekanntesten deutschen Online-Galerien für Arbeiten von Kunststudierenden und Absolventen entwickelt: Hunderte Künstlerinnen und Künstler renommierter Kunsthochschulen zeigen dort Originale zu transparenten Preisen – vom kleinen Papierformat bis zum großformatigen Gemälde. Brigitte Puschmann ist dort selbst als Künstlerin gelistet und kennt beide Seiten des Marktes. Das Prinzip ist einfach: Studierende und Absolventen von Kunsthochschulen stellen ihre Werke selbst ein, die Preise sind direkt sichtbar, jedes Werk wird mit Echtheitszertifikat dokumentiert. Ergänzend gibt es kuratierte Formate wie den „Künstler des Monats“, ein Magazin und eine persönliche Kunstberatung.

Mit Markus Lüpertz, Katalogbesprechung
Brigitte Puschmann 6/2026

"Zu Früh für Gewissheit" Ausstellung
Galerie Konsum 163, 7/2026
Kunst im Original erleben
Ein Kunstwerk im Original zu erleben, ist eine andere Erfahrung, als es auf einem kleinen Bildschirm zu betrachten. Die physische Präsenz, die Materialität, die Farbwirkung und die räumliche Dimension eines Werkes lassen sich digital nur eingeschränkt vermitteln. Galerien, Kunstvereine, Kunsthallen und Museen schaffen deshalb einen besonderen Raum für die unmittelbare Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.
Gerade bei meinen Rauminstallationen und abstrakten Arbeiten ist diese direkte Erfahrung von zentraler Bedeutung. Meine Werke verändern ihre Wirkung abhängig vom Standpunkt, von der Bewegung und von der Interaktion des Betrachters mit dem Raum. Erst durch diese unterschiedlichen Perspektiven werden die Beziehungen zwischen Farbe, Linie, Form und Raum vollständig erfahrbar.
Internationale Sichtbarkeit und neue Perspektiven
Die verschiedenen Akteure des internationalen Kunstmarktes – von Galerien und Kunstmessen bis hin zu Kunstvereinen, Ausstellungshäusern und Museen – sind für meine künstlerische Entwicklung wichtige Partner. Der Austausch mit unterschiedlichen Institutionen und Kunstszenen eröffnet neue Perspektiven, schafft internationale Sichtbarkeit und ermöglicht es, meine Position innerhalb der zeitgenössischen abstrakten Kunst kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Mit großer Vorfreude blicke ich daher auf die kommenden Ausstellungen und Kunstmessen im In- und Ausland, die ich gemeinsam mit meinen Galerien bestreiten werde. Ein besonderer Höhepunkt meiner internationalen Ausstellungstätigkeit wird meine für 2027 geplante Ausstellung im CICA Museum in Südkorea und mein Debüt in USA mit einer Ausstellung in der MASH GALLERY LA/USA sein.
Diese internationalen Begegnungen sind für mich nicht nur eine Möglichkeit, meine Kunst einem neuen Publikum zugänglich zu machen. Sie sind zugleich ein wichtiger Bestandteil meines künstlerischen Weges – im Dialog mit unterschiedlichen Menschen, Räumen, Institutionen und kulturellen Kontexten.
Partnerschaft ist wichtig: Die Perspektive einer Künstlerin
Brigitte Puschmann: „Unabhängig davon, mit welchem Akteur des Kunstmarktes man zusammenarbeitet, sind für mich gegenseitiger Respekt, Vertrauen und eine echte Partnerschaft entscheidend. Mit außergewöhnlicher Hingabe hat mein Galerist mein erstes Künstlerbuch realisiert. Er hat sich intensiv mit mir als Künstlerin, meiner Arbeitsweise und meinen künstlerischen Fragestellungen auseinandergesetzt. Aus diesem persönlichen und professionellen Austausch ist ein wunderbares Buch entstanden, das einen tiefen Einblick in meine künstlerische Forschung und die Entwicklung meiner Arbeiten gibt. Für alle, die meine Kunst und die Gedanken hinter meinen Werken näher kennenlernen möchten, ist es eine sehr lesenswerte Publikation.“ Wer mein gesamtes Werk sehen möchte, findet die Serien gebündelt unter meine Kunstwerke.“
Die Substanz zählt
Der Kunstmarkt ist durch die zunehmende Vielfalt seiner Akteure transparenter und zugänglicher geworden. Galerien, Kunstplattformen, Kunstmessen, digitale Medien und unabhängige Ausstellungsformate schaffen neue Möglichkeiten, künstlerische Positionen zu entdecken und sichtbar zu machen. Davon profitieren auch viele herausragende Künstlerinnen, deren Arbeiten in der Vergangenheit weniger Aufmerksamkeit erhalten haben.
Gleichzeitig haben Kunstinteressierte und Sammler heute vielfältige Möglichkeiten, sich fundiert über Künstlerinnen und Künstler, ihre Ausbildung, Ausstellungen, Auszeichnungen und künstlerische Entwicklung zu informieren. Wer zeitgenössische Kunst sammeln möchte, sollte dabei nicht ausschließlich auf Bekanntheit oder einzelne Erfolge schauen, sondern die Entwicklung einer künstlerischen Position im größeren Zusammenhang betrachten:
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Vita prüfen: Auch bei jungen Künstlerinnen und Künstlern lohnt sich ein genauer Blick auf Ausbildung, Ausstellungen, Preise, Stipendien und institutionelle Zusammenhänge. Die Unterschiede in der bisherigen Entwicklung können erheblich sein.
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Serie statt Einzeltreffer: Eine eigenständige künstlerische Position entwickelt sich häufig über Serien und Werkgruppen. Arbeiten, die in einen nachvollziehbaren Werkzusammenhang eingebettet sind, können mehr über die langfristige Entwicklung einer Position aussagen als ein isoliertes Einzelwerk.
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Die eigene künstlerische Handschrift: künstlerische Handschrift: Was macht eine Arbeit unverwechselbar? Welche formalen, inhaltlichen oder konzeptionellen Merkmale kennzeichnen die Position? Und vor allem: Was fasziniert mich an einem Werk so sehr, dass ich länger hinsehe und mich immer wieder damit auseinandersetze?
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Langfristig denken: Bei junger Kunst geht es nicht allein um den aktuellen Marktwert. Entscheidend kann vielmehr sein, wie konsequent sich eine künstlerische Position entwickelt, welche Resonanz sie bei Galerien, Institutionen, Sammlern und der Öffentlichkeit findet und welches Potenzial für ihre weitere Entwicklung erkennbar ist. Was den Wert junger Kunst prägt, lesen Sie ausführlich unter Kunst sammeln mit Weitblick.

Künstlerbuch, Brigitte Puschmann,
Hrsg. Galerie Konsum 163, 2026

Über die Autorin
Brigitte Puschmann ist zeitgenössische Künstlerin aus München und Meisterschülerin von Prof. Markus Lüpertz. Ihre Werkserien finden Sie unter Kunstwerke, ihren Werdegang unter Biografie & Ausstellungen.